Gelungene Kommunikation

Stellen Sie sich vor: Sie sagen etwas und Ihr Gesprächspartner hört nur halb hin. Oder, wie sich erst später herausstellt, er hat Sie völlig missverstanden.
Und Sie ärgern sich darüber. Über Ihren Gesprächspartner und vielleicht auch über sich.

Eine solche Situation ist nicht unüblich. Es stellt sich die Frage: Wer kann sie verändern und wie?  Eine Situation verändern kann nur derjenige, der etwas anders haben will. Mit oft unausgesprochenen Erwartungen an Mitmenschen erreichen wir bekanntlich nichts.


Was können Sie tun, damit Ihre Aussagen wirkungsvoll ankommen?

Gleich vorweg: Ärgern Sie sich nicht über Ihren Gesprächspartner. Das nimmt Ihnen die Kraft für Ihren nächsten Auftritt.
Dazu sei gesagt, dass das Zuhören eine immer größere Herausforderung in unserer Zeit des Multitaskings ist. Das heißt, man muss ganz schön gut sein, um gehört zu werden und dabei auch richtig verstanden zu werden.
Also keine Wut auf den Gesprächspartner aufbauen, er selbst ist sich seiner Unaufmerksamkeit oft nicht bewusst.


Mentale Vorbereitung
Besonders wenn Sie wissen, dass Ihr Gesprächspartner auf Ihr Gesagtes kritisch reagieren könnte, sagen Sie zu sich: „Ich freue mich, eine Diskussion zu beginnen.“ Oder: „Ich freue mich, etwas zu sagen!“
Damit sind Sie zielorientiert und wirken stark.

Wenn Sie mehr Zeit für Ihre Vorbereitung haben, stellen Sie sich die wichtige Frage: „Was will ich?“
Und so wie im Tennis: Wo will ich den Ball aufkommen lassen? stellen Sie sich vor: „Wie sollen meine Worte ankommen?“


Körpersprache bewusst einbringen
Wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner zu und schauen Sie ihm möglichst in die Augen. Mit dem Blickkontakt bauen Sie eine „emotionale Brücke“, demonstrieren Ihre Sicherheit und gleichzeitig beobachten Sie die Reaktion Ihres Gegenübers.
Halten Sie Ihren Oberkörper aufrecht und spüren Sie den Kontakt Ihrer Füße zum Boden, dies stärkt und gibt Halt.



Sprechtechnik
Eine undeutliche Aussprache vermittelt das Gefühl, dass das Gesagte ebenfalls unklar und wenig durchdacht ist.

Eine für Berufssprecher wichtige Übung ist das Korkensprechen. Damit werden die Sprechmuskeln gedehnt, die Mundhöhle größer und der gesamte Mund beweglicher.

Übung
Nehmen Sie einen Flaschenkorken zwischen Ihre Vorderzähne und lesen Sie laut und deutlich einen Zeitungsartikel. Anschließend lesen Sie ohne Korken einen Text, dabei sollten Sie den Unterschied Ihrer Aussprache hören können. Das Ohr wird sich an Ihre deutliche Aussprache gewöhnen und nach regelmäßigem Training automatisiert sich Ihre klare Artikulation.

Monotones Sprechen lähmt.  Betonen Sie das Wichtigste im Satz und Sie erreichen damit die ideale Sprechmelodie.

Bei schwierigen Inhalten sprechen Sie langsamer.


Es kommt auch auf den Inhalt an
Beginnen Sie doch mit einer Frage. Zum Beispiel: „Was hältst Du von ...?“, „Haben Sie schon Erfahrungen mit ... ?“

Beziehen Sie den Gesprächspartner mit ein: „Sie erzählten mir doch letzthin von ... Da habe ich inzwischen eine zusätzliche Information bekommen...“

Sprechen Sie Ihr Gegenüber möglichst mit dessen Namen an. „Eine Sekunde, Herr Gruber, ich möchte mein Argument noch zu Ende führen.“

Statt Vorwürfe besser den Wunsch formulieren:
Statt: „Schon wieder bist Du zu spät!“ Besser: „Es ist mir wichtig, dass Du pünktlich bist.“

Nicht zu viel reden. Vielrednern hört man nie lange zu. Sprechen Sie in kurzen Sätzen.

Und wenn das alles nichts nützt, ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung:  Humor ist ein wunderbares Werkzeug, um gehört zu werden – wirkt nach innen und nach außen!


Dass Ihnen Ihre Kommunikation möglichst gelingt, wünscht Ihnen von Herzen
Mag. Ruth Gutmann-Beisteiner

Mag. Ruth Gutmann-Beisteiner
Kommunikationstrainerin

Lasserstraße 2a
5020 Salzburg

office(at)ruthgutmann.at

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